RADON-IMMOBILIE.de

Maßnahmen zur Radon-Reduktion in Immobilien

Obwohl das Edelgas Radon ein relativ schweres Gas ( 9,73 kg/m3) ist, tritt es in Luft verdünnt durch Luftdruckunterschiede über Furchen, Spalten und Risse in erdberührte Gebäudebereiche, wie Keller, in die Häuser konvektiv ein. Vor allem Gebäude ohne Bodenplatte oder mit Streifenfundamenten sind besonders anfällig für die Radon-Ingression.

Illustration - Radoneintrittspfade

Abgedichtete Leitungsdurchführung

Quelle: Kemski, Bonn und www.radonfachperson.org

Die Diffusion durch Wände und Böden ist im Vergleich zur Konvektion eher zu vernachlässigen. Einmal eingedrungen, reichert sich Radon in der Atemluft an und verteilt sich durch den Temperaturunterschied (Kaminwirkung, Auftrieb, Staubsaugereffekt) in den Aufenthaltsräumen/Innenräumen. Vor allem Treppenhäuser, Aufzüge oder Kamine/Kaminschächte, Installationsschächte sind Transportwege in höher gelegene Geschoße. Es gibt aber eine Reihe von Maßnahmen zur Verhinderung des Radoneintritts und zur Erniedrigung der Radonkonzentration in Gebäuden. Einfache Sofortmaßnahmen sind:

  • Sofortiges und/oder regelmäßiges Lüften erzielen eine sofortige Radon-Reduktion in den betroffenen Räumen.
  • Spalten, Risse und Fugen in den Kellerböden und erdberührten Kellerwänden wenigstens mit Silikon schließen
  • Einbau von gasdichten Türen zwischen Keller und Wohnbereich im EG
  • Abtrennung offener Treppenhäuser vom Keller zum EG (z.B. durch Glaselemente)
  • Gullys, Wasserabläufe, Bodensiphone, Waschküchen-Überlaufschutz etc. ggfs. temporär/dauerhaft abdichten
  • Einführungen von Installationen, Rohren und Versorgungsleitungen aus erdberührten Bereichen im Keller abdichten (Ideal: gasdichte Manschetten, z.B. von doyma, Hauff-Technik).
  • Abdichtungen anbringen an Durchstoßpunkten von Rohren, Leitungsdurchführungen etc. aus dem Keller durch die Geschoßdecke in die darüber liegenden Geschoße.
  • Einbau einer passiven Keller-Entlüftung über Erdgleiche

Wir helfen Ihnen! EU-weit!

Illustration - Radon im Haus

Illustration - EU

Quelle: siehe Impressum - Bildquellen

Einfluss-Faktoren der Radon-Konzentrationen im Haus:

Tabelle - Einfluss-Faktoren der Radon-Konzentrationen im Haus

Dringlichkeit und Umfang dieser Maßnahmen hängen vom ermittelten Jahresmittelwert der Radon-Aktivitätskonzentration an Arbeitsplätzen und in Wohnräumen ab. Der Referenzwert für Bestandsgebäude liegt bei 300 Bq/m3. Dieser ist eine Art „Eingreifwert“, ab dessen Überschreiten man Gegenmaßnahmen zum Gesundheitsschutz ausführen sollte. Vor jeder Radon-Sanierung ist anzuraten, die Radon-Konzentrationen fachmännisch zu messen. Und wenn möglich, die Radon-Eintrittspfade und Radon-Transportwege zu ermitteln (Gebäudeanalyse / Gebäudeerhebung) und diese dann abzudichten/zu kappen.

RadonMonitor

Messwerte

Quelle: binker.eu